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Kulturstädte mit Ambitionen

Datum: 21.02.2011
Hamburg und Kopenhagen sind sich darin einig, dass die kulturelle Infrastruktur für Kreativität und Innovation in der Region wichtig ist.

Die Kulturbürgermeisterin der Stadt Kopenhagen, Pia Allerslev, hat dem Hamburger Senator für Kultur und Medien, Reinhard Stuth, einen Besuch abgestattet. Thema war unter anderem der Austausch von Erfahrungen und Erwartungen an die Kulturzusammenarbeit in der Fehmarnbeltregion nach Eröffnung der festen Querung. Das Gespräch hat die Kopenhagener Kulturbürgermeisterin dazu angespornt, die Zusammenarbeit der beiden Großstädte in Zukunft zu intensivieren und zu verbessern.

Es herrschte volle Einigkeit über den Bedarf und den Wunsch nach einer festen Querung. Ebenso stimmten beide Seiten darin überein, dass die feste Querung Vorteile für die intensive Kulturzusammenarbeit der beiden Metropolen bietet.

Sowohl Hamburg als auch Kopenhagen haben große Ambitionen als kulturelle Metropolen. Der deutsche Senator und die dänische Bürgermeisterin erklärten, dass eine Sicherung der kulturellen Infrastruktur eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sich die Kultur entfalten und einen Nährboden für Kreativität und Innovation schaffen kann.

„Kultur ist ein Brückenbauer, der Regionen miteinander verbinden kann. Doch die Kultur darf kein Alibi zur Förderung der Fehmarnbeltregion sein, wenn tatsächlich keine rege Kulturzusammenarbeit stattfindet“, sagte Pia Allerslev im Anschluss des Treffens.

„Nach dem Besuch in Hamburg wurde sehr deutlich, dass es mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede zwischen unseren beiden Städten gibt und dass wir in der Zukunft alle Möglichkeiten dazu haben, sie zum Besten aller zu nutzen.“

„Außerdem verfügen wir bereits über viele Erfahrungen aus dem Bau der Querung nach Schweden – sowohl über gute als auch über weniger gute. Diese müssen natürlich genutzt werden, wenn wir nun mit der Etablierung einer Kulturbrücke – und des Tunnels – beginnen  möchten. Auf diese Weise können wir zur Schaffung einer starken Region in Nordeuropa beitragen, die Hamburg, Malmö sowie Kopenhagen und Umgebung umfasst. Es gibt viele strategische Überlegungen dazu, mit welchem Bereich man anfangen könnte. Als Kulturbürgermeisterin der Stadt Kopenhagen wäre es für mich naheliegend, mit der Kultur anzufangen und sich von dort aus zum Wachstum zu bewegen – denn dort besteht ein Zusammenhang.“

„Nicht zuletzt wäre es ja fantastisch, wenn all diese guten Gedanken und Initiativen durch einen Schnellzug von Kopenhagen nach Hamburg miteinander verbunden würden – damit der räumliche Abstand genau so gering wird wie der Abstand zwischen unseren Betrachtungsweisen des Kulturlebens.“

 

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