Der Vorsitzende des regionalen Unternehmerverbands behält jedoch einen kühlen Kopf und konzentriert sich auf die langfristige Arbeit.
Der Beschluss, die Produktion der Tunnelelemente für die kommende Feste Fehmarnbeltquerung in Rødbyhavn einzurichten, schafft allein in der eigentlichen Produktionsstätte im Durchschnitt ca. 2000 neue Arbeitsplätze für mehr als sechs Jahre. Dieser für Lolland-Falster weitreichende Beschluss ist für den Wirtschafts- und Tourismusverband Business LF jedoch kein Anlass, Änderungen an seinen langfristigen Zielsetzungen vorzunehmen. Stattdessen stellt der Beschluss an alle beteiligten Akteure härtere Anforderungen in Bezug auf die Förderung einer dauerhaften Wirtschaftsentwicklung in der Region, betont Morten Nørup Nielsen, der Vorsitzende von Business LF.
„Wenn wir uns ausschließlich auf den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung konzentrieren, begehen wir einen großen Fehler. Das Projekt ist für Lolland-Falster natürlich eine enorme Rückenstärkung, das Gleiche gilt für die Produktion der Tunnelelemente. Doch wir dürfen uns nicht von den kurzfristigen Gewinnen leiten lassen. Vielmehr müssen wir langfristig und in einer breiteren Perspektive denken. Wir müssen unbedingt darauf achten, dass uns die Bauunternehmen und sonstigen Projektbeteiligten keine Wüste hinterlassen, wenn sie hier ihre Zelte abbrechen", erklärt Morten Nørup Nielsen.
Das übergeordnete Ziel von Business LF ist es, die Region für neue Firmen, Investitionen sowie neues Kapital attraktiv zu machen. Die ortsansässigen Unternehmen sollen aus dem Fehmarnbeltprojekt vor, während und nach Durchführung des Bauvorhabens größtmöglichen Nutzen ziehen.
« Zur Übersicht