Dies ist das Ergebnis einer Entscheidung des Haushaltsausschusses des dänischen Parlaments, der vor kurzem eine Erhöhung der Mittel für die Planungsphase der Festen Fehmarnbeltquerung beschlossen hat. Im Rahmen dieser Erhöhung werden Finanzmittel, die für die Bauphase vorgesehen waren, für die Planungsphase freigegeben.
Mit der gründlichen Vorbereitung der Ausschreibung soll sichergestellt werden, dass nach Verabschiedung des Baugesetzes im dänischen Parlament so schnell wie möglich mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Was das VTS-System betrifft, das der Überwachung des Schiffsverkehrs in der Bauphase dient, haben die Seefahrtsbehörden empfohlen, das System schon ein Jahr vor Beginn der Bauarbeiten in Betrieb zu nehmen.
Zu anderen Maßnahmen, die von der Bauphase in die Planungsphase vorverlegt werden, gehören Umweltuntersuchungen und sich daraus ergebende Planungsarbeiten aufgrund einer Neuauslegung der UVP-Richtlinie. Diese neue Auslegung hat dazu geführt, dass Femern A/S sich schon im Vorfeld für eine Produktionsstätte, nämlich Rødbyhavn, entscheiden musste. Bisher galt, dass die Bauunternehmer während der Ausarbeitung ihrer Angebote Produktionsstätten auswählen und für die entsprechenden umweltrechtlichen Zulassungen sorgen.
Die Vorverlegung von Arbeiten für den Abschnitt von Küste zu Küste bedeutet, dass insgesamt etwa 120 Mio. EUR, die im Finanzplan von Femern A/S für die Bauphase vorgesehen waren, in den Finanzplan für die Planung verschoben werden, der jetzt insgesamt rund 377,4 Mio. EUR anstatt der bisherigen rund 252,5 Mio. EUR beträgt.
Hinzu kommen Arbeiten im Werte von weiteren 67,1 Mio. EUR für die Entwurfsplanung und die Ausschreibung der Eisenbahnanlagen an Land zwischen Ringsted und Holeby für die dänische Bahnverkehrsbehörde Banedanmark. Die Vorverlegung dieser Arbeiten bedeutet ebenfalls, dass mit den Bauarbeiten nach Verabschiedung des Baugesetzes begonnen werden kann. Die Kosten für die Planung der dänischen Hinterlandanbindungen sind mit 91,9 Mio. EUR veranschlagt.
Die Baukosten für den Abschnitt von Küste zu Küste werden im Vergleich zu den im November 2010 vorgelegten vorläufigen Zahlen vermutlich um 377,4 Mio. EUR steigen. Der Grund für diese Verteuerung ist die Wahl von Rødbyhavn als Produktionsstätte aufgrund der Neuauslegung der UVP-Richtlinie durch die EU-Kommission. Die alte Kostenschätzung basierte noch auf der Annahme, dass sich die Bauunternehmer für Produktionsstätten in Polen entscheiden würden, wohingegen eine Ansiedlung in Dänemark zu einem höheren Lohn- und Preisniveau führt.
Damit belaufen sich die geschätzten Baukosten für den Abschnitt von Küste zu Küste auf insgesamt 5,5 Mrd. EUR (Preisstand: 2008). Berechnungen haben ergeben, dass sich damit die zu erwartende Rückzahlungszeit für das gesamte Projekt einer Festen Fehmarnbeltquerung um drei Jahre auf 39 Jahre verlängert.
Den Schriftsatz finden Sie hier.
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