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Fehmarnbeltquerung schafft zusätzliches Wachstum

Datum: 31.08.2011
Norddeutschland ist dabei, seine Kräfte zu bündeln, um so viel wie möglich aus der Festen Fehmarnbeltquerung herauszuholen. Im Januar 2012 werden Lübeck und Ostholstein aller Wahrscheinlichkeit nach der regionalen Kooperationsplattform des Großraumes Hamburg beitreten.

Im Sommer 2011 wurde endlich bekannt, was Kreis- und Stadtverwaltung schon seit längerem erwartet hatten: Der Lenkungsausschuss der Metropolregion Hamburg (MRH) hat für eine Aufnahme Lübecks und Ostholsteins grünes Licht gegeben. Damit ist der erste Meilenstein auf dem Weg zu einer noch intensiveren regionalen Zusammenarbeit im deutschen Teil der Region Fehmarnbelt erreicht. Lediglich die Zustimmung der vierzehn Kreise, die der MRH angehören, steht noch aus, um eine Mitgliedschaft zum Jahresbeginn 2012 unter Dach und Fach zu bringen.

Sowohl Lübeck als auch Ostholstein versprechen sich viel von der Aufnahme in die Hamburger Metropolregion und betonen die Bedeutung der Festen Fehmarnbeltquerung im Hinblick auf die zukünftige regionale Kooperation. Für Reinhard Sager, Ostholsteiner Landrat, „war die Fehmarnbelt-Entwicklung die Initialzündung“ für die Beitrittsbestrebungen des Kreises. „Eine gute Nachricht“ ist der Beschluss des Lenkungsausschusses auch für Matthias Schulz-Kleinfeldt, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck: „Vor dem Hintergrund des Baus der festen Fehmarnbeltquerung ist eine Stärkung der Metropolregion durch eine enge Bindung und Abstimmung der Metropole Hamburg, der Kreise Stormarn und Ostholstein sowie der Hansestadt Lübeck von strategischer Bedeutung“, so Schulz-Kleinfeldt.

Seit den 90er Jahren verfolgt Hamburg gemeinsam mit dem Umland die Umsetzung konkreter regionaler Entwicklungskonzepte im Einzugsbereich der Metropole. Der wirtschafts- und verkehrsplanerische Schulterschluss Lübecks und Ostholsteins mit Hamburg ist strategisch insofern sinnvoll, als dass die benachbarte Öresundregion durch den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung noch näher an Norddeutschland heranrücken wird. Für Lübeck und Ostholstein bedeutet die infrastrukturelle Anbindung an eine zukünftige transnationale europäische Metropolregion entlang der Achse Hamburg-Kopenhagen-Malmö eine Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Der Beitritt in die Hamburger Metropolregion ist somit ein logischer Schritt, um an den Chancen teilzuhaben, die durch die Fehmarnbeltquerung entstehen.

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Die MRH umfasst die Freie und Hansestadt Hamburg, die niedersächsischen Kreise Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg, Soltau-Fallingbostel, Stade und Uelzen, sowie die schleswig-holsteinischen Kreise Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Steinburg und Stormarn. In verschiedenen Facharbeitsgruppen koordinieren sich die Akteure in den Bereichen Wirtschaft, Verkehr, Klima und Siedlungspolitik. Darüber hinaus unterhält die MRH auch einen Fonds zur Förderung kommunaler Maßnahmen mit jährlich 2,4 Mio. EUR.

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