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Keine Trübung des Badewassers durch Tunnelbauarbeiten

Datum: 16.11.2011
Die Qualität des Badewassers an den Stränden von Fehmarn wird sich durch den Bau des Fehmarnbelttunnels nicht verschlechtern. Dies ist das Ergebnis einer vorläufigen Studie zu Sedimenten und Feststoffen im Meerwasser, die von der Arbeitsgruppe Fehmarnbelt Hydrographie (FEHY) unter Federführung von Experten des dänischen Forschungsinstituts DHI erstellt wurde. Der Arbeitsgruppe gehören auch Fachleute des Leibnitz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) an.

Beim Ausbaggern des Meeresbodens für die Tunneltrasse werden unweigerlich Sand und andere am Boden vorhandene Feststoffe aufgewirbelt, was die Klarheit des Wassers in der Umgebung beeinträchtigen wird. Es gibt jedoch zweierlei Umstände, die die Schlussfolgerung zulassen, dass das Wasser an den Badestränden Fehmarns nicht so sehr getrübt wird, dass es für die Badenden von Bedeutung ist.

Erstens verläuft die Strömung im Fehmarnbelt von West nach Ost, also parallel zur Küstenlinie. Das bedeutet, dass nur die nordöstlichen Badestrände der Insel von den Sedimentwolken erreicht werden können – und zwar ausschließlich bei Baggerarbeiten in unmittelbarer Küstennähe.

Zweitens kommt die FEHY-Studie zu dem Schluss, dass das Wasser im Fehmarnbelt bei windigem Wetter regelmäßig eingetrübt ist, da dann eine natürliche Aufwirbelung von Meeresbodenmaterial stattfindet. Die 2009 und 2010 von der FEHY-Arbeitsgruppe nahe der Fehmarnschen Küste durchgeführten Untersuchungen haben gezeigt, dass die Menge an aufgewirbeltem Meeresbodensediment im Wasser bis zu 100 mg/l betragen kann, was deutlich über der sichtbaren Grenze liegt.

Lediglich an dem Küstenabschnitt unmittelbar an der auszuhebenden Rinne, an dem keine Touristengebiete liegen, wird durch die Baggerarbeiten mit ca. 10 mg Feststoff je Liter stellenweise ein Niveau erreicht, das dem natürlichen Hintergrundtrübungsniveau von ca. 10 mg/l entspricht. Aufgrund der vorhandenen Hintergrundtrübung wird die durch das Ausbaggern verursachte zusätzliche Eintrübung jedoch für das menschliche Auge kaum sichtbar sein und die Qualität des Badewassers nicht beeinträchtigen.

„Die Aushubarbeiten für die Feste Fehmarnbeltquerung haben keine Verstärkung der natürlichen Sedimentaufwirbelungen zur Folge und werden keine Verschlechterung der Badewasserqualität an den Stränden Fehmarns nach sich ziehen. Tatsächlich wird der Anteil des durch Baggern aufgewirbelten Materials im Wasser so begrenzt sein, dass wir meinen, dass es schlechthin nicht sichtbar wird – nicht zuletzt, weil es sich mit den natürlich vorhandenen gelösten Feststoffen vermischt“, meint Anders Bjørnshave, Umweltmanager von Femern A/S.

Femern A/S will in Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen die Aushubarbeiten für die Tunneltrasse umsichtig planen, um die Arbeiten in Küstennähe in der sommerlichen Badehochsaison zu minimieren.

Die Menge an aufgewirbeltem Meeresbodenmaterial hängt auch von den eingesetzten Baggertypen ab. Von den Baggerschaufeln fallendes Material wird sich über den Boden in der Umgebung der Rinne verteilen, denn es wird vom Wasser verdünnt und von der Strömung mitgenommen. Nach Aussagen der Studie werden die durch die Aushubarbeiten im Fehmarnbelt aufgewirbelten Feststoffe sich später gänzlich in den natürlichen Sedimentfeldern der Region ablagern.

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