„Natürlich können wir keine spezifische Energiegüte für einzelne Strecken angeben“, so ein Sprecher der DB Energie. Dass regenerative Energie für die Züge der Deutschen Bahn auf der ertüchtigten Anbindungsstrecke zwischen Lübeck und Puttgarden eine große Bedeutung haben wird, ist jedoch klar: Ziel der DB ist es nämlich, im Jahre 2050 einen CO2-emissionsfreien Schienenverkehr zu betreiben. Auf dem Weg dahin wird der Anteil erneuerbarer Energien für den sogenannten Bahnstrommix bis 2020 auf mindestens 30 Prozent gesteigert, mit klarem Klimabilanzvorteil:
„Wir wollen den spezifischen CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 2006 senken“, erklärt Dr. Volker Kefer, Vorstand Technik, Systemverbund und Dienstleistungen bei der Deutschen Bahn.
Schon jetzt fahren Züge der Deutschen Bahn mit regenerativer Energie aus Wasserkraft- und 25 Windkraftanlagen. „Im vergangenen Jahr lag der Anteil regenerativer Energienutzung bei der Deutschen Bahn AG bei fast 20 Prozent. Das sind 2-3 Prozent mehr als das öffentliche Netz im Verhältnis zur Verfügung stellt“, so ein Sprecher der DB Netze Energie. 40.000 Tonnen weniger CO2 werden damit jährlich im Zugverkehr ausgestoßen. Durch die erhöhte Nutzung von Elektrizität aus Windenergie und die jetzt mögliche Speicherung von Windenergie verringert sich der CO2-Ausstoß markant.
Im Hybridkraftwerk in Prenzlau in Brandenburg ermöglicht neueste Technologie, dass Windkraft flexibel, also witterungsunabhängig, nutzbar ist: Die Anlage speichert mit Hilfe von Wasserstoff überschüssige Energie, die bei Bedarf mit Unterstützung zweier Blockheizkraftwerke und der Verbrennung von Biogas ins Netz eingespeist wird. Hybrid ist diese Technik, weil sie unterschiedliche regenerative Energiequellen bündelt und speicherbar macht.
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