Seit den 1930er Jahren werden Absenktunnel aus Beton überall in der Welt als unterseeische Straßen- und Eisenbahnverbindungen gebaut. Der bisher längste Tunnel dieser Art ist der Öresundtunnel zwischen Dänemark und Schweden. Aufgrund seiner Bauverfahren ist er international bekannt geworden und ist nun Vorbild für das Fehmarnbeltprojekt.
Das Prinzip eines Absenktunnels besteht darin, dass er aus Elementen gebaut wird, die in einem Dockbereich an Land vorgefertigt werden. Wie beim Öresund werden die Elemente für den Fehmarnbelttunnel in geschlossenen Hallen produziert werden, wo die Herstellung unabhängig von Wind und Wetter stattfinden kann.
Anschließend wird jedes Element hinaus aufs Meer geschleppt und in einen am Meeresboden ausgehobenen Graben abgesenkt. Hier wird das Element mit dem vorherigen Element verbunden. Zuletzt werden die Elemente mit Gestein und Kies abgedeckt und geschützt. Dadurch hat der Meeresboden dasselbe Niveau wie vor dem Bau.
Die technische Planung für den Fehmarnbelttunnel umfasst 79 Standardelemente, die jeweils 217 Meter lang sind, sowie zehn kürzere Spezialelemente. Die Standardelemente werden in einer Produktionsstätte in Rødbyhavn in nächster Nähe zur Linienführung des Tunnels gegossen. Wo die Spezialelemente hergestellt werden sollen, ist noch nicht entschieden.
Insgesamt wird der Fehmarnbelttunnel gut 18 Kilometer lang sein. Der bisher längste Absenktunnel der Welt für den gemeinsamen Straßen- und Schienenverkehr ist der ca. vier Kilometer lange Öresundtunnel.
Schauen Sie sich die Animation an, die die Herstellung, das Verfrachten und das Absenken der Elemente für den Fehmarnbelttunnel zeigt.
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