True
Presse
Nachrichten sortieren

Große Gruppen von Schweinswalen im Fehmarnbelt

Datum: 31.05.2010
Selbst für Experten überraschend viele größere Schweinswalschulen wurden im Fehmarnbelt beobachtet und haben erneut die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung dieses Gewässers für die kleinen Zahnwale gelenkt.

Seit Anfang 2009 werden die Schweinswale im Fehmarnbelt beobachtet, um ihre Wanderungen zu verfolgen und so eine mögliche Belastung dieser Tiere durch die feste Querung über oder unter dem Wasser festzustellen. Die Untersuchungen laufen vorläufig bis Ende 2010. Aber bereits jetzt haben sie ein ganz neues Licht auf die Verbreitung von Schweinswalen in diesem Gebiet geworfen.

„Die genauen Zahlen kennen wir noch nicht, im Vergleich zu früheren Untersuchungen liegt die Zahl der Schweinswale im Fehmarnbelt jedoch deutlich über unseren Erwartungen. Im Frühjahr 2009 konnten wir im Laufe von nur acht Stunden rund 40 Tiere zählen. Auch im Herbst 2009 wurden mehr Schweinswale als erwartet beobachtet“, berichtet Dr. Georg Nehls, BioConsult SH.

Diese neuen Erkenntnisse wurden im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung gewonnen, die vor der Errichtung einer Festen Fehmarnbeltquerung erforderlich ist und die Planung der weiteren Arbeiten beeinflussen kann.

Künstliche Riffe als Anziehungspunkt für Fische
„Wenn die Brücke oder der Tunnel in einer angemessenen Art gebaut werden, können Lärm- und Vibrationsbelastungen auf einem Niveau gehalten werden, das dem eines ganz normalen Schiffs entspricht. Und der heutige Schiffsverkehr im Fehmarnbelt ist für Schweinswale offenbar kein Problem“, fährt Georg Nehls fort.

Georg Nehls erklärt weiter, dass Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen, dass unterseeische Bauwerke wie Fundamente für Brücken oder Tunnel Fische eher anziehen, da sie als eine Art künstliches Riff dienen. Und wo Fische sind, sind auch Schweinswale, die sich von diesen Fischen ernähren.

Regelmäßige Gäste oder Ferienkinder
Schweinswale werden je nach Witterung von Land, zu Wasser und aus der Luft beobachtet, aber auch mit besonderen Unterwassermikrofonen, die wetterunabhängig sind. Gemeinsam dienen diese Messverfahren dazu, das vielfältige Leben der Schweinswale in deutschen, dänischen und schwedischen Gewässern darzulegen.

Die Untersuchungen deuten auch darauf hin, dass sich im Sommer weniger Schweinswale im Fehmarnbelt aufhalten als im Frühjahr und im Herbst. Diese Beobachtung kann dazu beitragen, die Wanderbewegungen der Tiere in diesen Gewässern zu erklären, d. h. ihren Verlauf und ihre mögliche saisonale Abhängigkeit.

„Grundsätzlich arbeiten wir mit zwei Theorien: Entweder halten sich Schweinswale das ganze Jahr über im Fehmarnbelt auf oder der Fehmarnbelt spielt mehr die Rolle eines Durchzugsgebiets zwischen Nord- und Ostsee. Die genaue Antwort kennen wir allerdings noch nicht“, meint Georg Nehls.

 

 

  « Zur Übersicht

 
Schweinswale sind mehr unterwegs als bisher angenommen. Dies ist eines der Ergebnisse der Untersuchungen, die die Femern A/S im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung der festen Querung zwischen Deutschland und Dänemark durchführt.

Impressum    |    Datenschutz    |    Nutzungsbedingungen    |    FAQ    |    Sitemap    |    Links

Stellenanzeigen

Femern A/S
Vester Søgade 10
DK - 1601 Kopenhagen V
T + 45 33 41 63 00
F + 45 33 41 63 01
E info@femern.dk
Die Feste Fehmarnbeltquerung
Die Femern A/S ist mit der Aufgabe betraut, eine feste Querung zwischen Deutschland und Dänemark über den Fehmarnbelt zu entwerfen und zu planen. Das Unternehmen ist Teil der staatlichen dänischen Sund & Bælt Holding A/S, die bereits über Erfahrungen aus dem Bau der festen Querungen über den Großen Belt und den Öresund verfügt.
Besuchen Sie uns
Femern Infocenter Burg

Ohrtstraße 40
D-23769 Fehmarn | Map

Öffnungszeiten:
Dienstag: 15 bis 18 Uhr
Mittwoch: 10 bis 13 Uhr
Samstag: 10 bis 14 Uhr

Mehr Infos