Zu der von Femern A/S erstellten Planung gehört unter anderem die Anlage einer künstlichen Halbinsel unmittelbar östlich des Fährhafens von Puttgarden. Diese Halbinsel dient als Anlandungspunkt für den Tunnel und trägt außerdem dazu bei, den Eingriff in die vorhandene Küstenlinie der Insel so schonend wie möglich zu gestalten.
Laut Planung wird die künftige Landaufspülung nicht weiter ins Meer ragen als der jetzige Fährhafen und daher das westlich von Puttgarden gelegene Naturschutzgebiet Grüner Brink nicht beeinträchtigen. Auch die Küste bei Marienleuchte im Südosten wird nicht berührt.
Die Landaufspülung ist als Erweiterung des vorhandenen Geländes geplant: der natürliche Hügel zwischen Puttgarden und Marienleuchte wird zu einem Plateau ausgebaut, das hinter einem 3,50 m hohen Küstenschutzdeich liegt. Zu dieser Deichanlage wird auch ein neuer Strand nahe der Ortslage von Marienleuchte gehören.
Hinter dem Deich wird die Landaufspülung als geschlossenes Areal mit Wiesen und Weideflächen angelegt. Es wird öffentliche Wege geben, die zu einem Aussichtspunkt auf dem Hügel führen, der den Blick auf die Küstenlinie und das Meer freigibt.
Im Herbst 2011 wird Femern A/S Zeichnungen und visuelle Darstellungen erarbeiten, die zeigen, wie das Gebiet rund um das Tunnelportal aussehen wird – sowohl während als auch nach der Bauphase.
In Dänemark hat Femern A/S gerade einen überarbeiteten Vorschlag zur Ausgestaltung einer 300 ha großen Landaufspülung vor der Südküste Lollands vorgelegt. Das neue Gebiet wird parallel zur jetzigen dänischen Küste angelegt und rund einen halben Kilometer bis zur Spitze der Molen am Fährhafen von Rødby in den Belt ragen. Vom Hafen aus wird sich die neue Fläche etwa 3,5 km nach Westen und 3,7 km nach Osten erstrecken.
Das Erdreich für die Landaufspülungen, sowohl auf der deutschen als auch auf der dänischen Seite, kommt von den Baggerarbeiten im Meeresboden des Fehmarnbelts. Vor dem Bau des Absenktunnels muss zunächst eine Rinne gegraben werden, die die Tunnelelemente aufnehmen kann. Das Ausheben der fast 18 km langen und 50 m breiten Rinne erzeugt gut 15 Mio. Kubikmeter Meeresbodenmaterial, von dem ein Großteil zum Aufspülen der neuen Landgebiete genutzt wird.
Landaufspülung bei Rødbyhavn.
Die aufgeführten Grafiken können in druckfähiger Auflösung in unserem Bilderarchiv heruntergeladen werden.
Auf Lolland werden darüber hinaus ab 2012 archäologische Untersuchungen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
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