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Technische Beschreibung eines Bohrtunnels unter dem Fehmarnbelt fertiggestellt

Datum: 21.12.2011
Femern A/S veröffentlicht heute einen konsolidierten technischen Bericht mit Beschreibungen der vier untersuchten Bauwerksvarianten für eine feste Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark.

Ein Absenktunnel ist die bevorzugte Lösung für eine Feste Fehmarnbeltquerung. Daneben hat Femern A/S jedoch auch andere technische Varianten wie Schrägkabelbrücke, Hängebrücke und Bohrtunnel untersucht. Alle vier Alternativen basieren auf denselben funktionellen Anforderungen und umfassen eine vierspurige Autobahn sowie eine zweigleisige Eisenbahnstrecke.

Bei Anhörungen zum so genannten Scoping-Bericht wurde der Wunsch nach einer weitergehenden Untersuchung der Bohrtunnellösung geäußert. Die daraufhin durchgeführte technische Untersuchung des Bohrtunnels ist gerade fertig gestellt worden und der nun veröffentlichte konsolidierte technische Bericht beschreibt alle vier Varianten.

Der Bohrtunnel birgt ein höheres bauliches Risiko, da drei Tunnelröhren durch für Bohrungen schwierige geologische Bodenverhältnisse gebohrt werden müssten. Die Kombination aus einem großen Tunneldurchmesser, einer langen Bohrstrecke und schwierigen Bodenverhältnissen bedeutet, dass eine Bohrtunnellösung an die Grenzen dessen stößt, was als erprobte Bautechnologie angesehen werden kann.

„Die Ergebnisse der technischen Untersuchung des Bohrtunnels ändern unsere Bewertung des Absenktunnels als bevorzugte technische Lösung nicht“, sagt Steen Lykke, Technischer Direktor, Femern A/S. „Im Gegenteil: Sie haben bestätigt, dass ein Absenktunnel in Bezug auf viele wichtige Faktoren Vorteile birgt. Dies betrifft das technische Risiko, die Bauzeit, die Baukosten sowie die Betriebs- und Wartungskosten.“

Die geschätzten Gesamtkosten einer Bohrtunnellösung belaufen sich auf 6,8 Milliarden Euro, während die Kosten für einen Absenktunnel voraussichtlich bei 5,5 Milliarden Euro (beides Preisstand 2008) liegen. Dies entspricht einer Preisdifferenz von rund 25 Prozent.

Die vorgelegte Studie ist ein rein technischer Vergleich der Bauwerksvarianten. Zurzeit werden alle Varianten einer umweltfachlichen Bewertung unterzogen.

Die endgültige Genehmigung des Projekts erfolgt in Dänemark in Form eines vom Parlament verabschiedeten Baugesetzes, in Deutschland wird sie durch einen Planfeststellungsbeschluss der zuständigen Behörde, dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein in Kiel, erteilt.

Die Genehmigungen werden für 2013/2014 erwartet. Der Bau soll dann 2014 beginnen und für 2020 ist die Eröffnung des Fehmarnbelttunnels geplant.

Der konsolidierte technische Bericht kann hier auf Englisch heruntergeladen werden. Eine deutsche und eine dänische Übersetzung des Berichts werden Anfang Januar 2012 vorliegen. Illustrationen zum Bohrtunnel finden Sie hier.

 

Weitere Informationen:
Steen Lykke, Technical Director, Femern A/S, Tel. + 45 33 41 63 00, sly@femern.dk

Pressekontakt:
Inga Karten, Pressesprecherin Deutschland Femern A/S, Tel. +49 30 288 76 59 99, ikn@femern.dk

 

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