Der Umweltschutz hat bei diesem Projekt hohe Priorität. Deutschland und Dänemark sind sich einig, die Querung so zu planen, bauen und betreiben, dass Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt durch vorbeugende Maßnahmen ausgeschaltet bzw. minimiert werden.
Die nun von der Femern A/S eingeleiteten Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) werden im engen Zusammenspiel mit der technischen Planung durchgeführt, die für eine Brücke als bevorzugte Lösung sowie einen Tunnel als gleichwertige Alternative erfolgt.
Planung und Umweltverträglichkeitsprüfungen werden wesentliche Grundlagen für die behördliche Genehmigung in Deutschland und Dänemark liefern.
Auch bei den Bauarbeiten werden Umweltaspekte durch intensive Überwachung einer ganzen Reihe von biologischen und hydrographischen Parametern im Mittelpunkt stehen. So wird sichergestellt, dass die gesteckten Umweltziele sowie die behördlichen Anforderungen kurz- und langfristig erfüllt werden.
Um auf den verschiedenen Fachgebieten des Umwelt- und Naturschutzes die besten Berater zu gewinnen, hat die Femern A/S die Umweltaufgaben in sieben separaten Vertragswerken gebündelt.
Die sieben Verträge haben einer veranschlagten Laufzeit von 10 Jahren. In den ersten vier Jahren wird es um Untersuchungen und Beratung in der Planungsphase gehen, in den anschließenden sechs Jahren um Monitoring und Überwachungsaufgaben in der Bauphase.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2012 beginnen, so dass die feste Fehmarnbelt-Querung bei planmäßigem Verlauf 2018 eingeweiht werden kann.
Nachdem Deutschland und Dänemark den Staatsvertrag über den Bau der Fehmarnbelt-Querung am 3. September 2008 unterzeichnet haben, ist er von den Parlamenten der beiden Länder zu ratifizieren.
In Deutschland wird die Ratifizierung voraussichtlich 2009 erfolgen, in Dänemark bereits in den kommenden Sitzungswochen 2008/2009, und zwar durch Verabschiedung des entsprechenden Planungsgesetzes.
Die Umweltschutzaufgaben wurden in Form einer beschränkten Ausschreibung nach EU-Richtlinie über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Liefer-, Dienstleistungs- und Bauaufträge vergeben.
Unter den 20 präqualifizierten Bewerbern hat die Femern A/S folgende Gruppen ausgewählt:
Hydrographie
DHI / IOW Joint Venture in Kooperation mit LIC Engineering, Bolding & Burchard und Risø-DTU partnership
Meeresbiologie
DHI / IOW / MarinLim Joint Venture in Kooperation mit DTU-Aqua und CEFAS
Vögel
DHI / BioConsult SH Joint Venture in Kooperation mit der Universität Kopenhagen und BIOLA
Fische und Fischerei
Orbicon A/S / IFAÖ / Fiskeøkologisk Laboratorium ApS Joint Venture in Kooperation mit IFM-Geomar, SIMRAD, Naturfocus und University of Oslo
Meeressäuger
BioConsult SH / CEFAS Joint Venture in Kooperation mit DHI, Sea Mammal Research Unit (SMRU Ltd.) und BIOLA
UVP (VVM ) für die dänischen Landanlagen
COWI A/S
UVP für die deutschen Landanlagen
Trüper Gondesen Partner Landschaftsarchitekten BDLA in Kooperation mit leguan planungsbüro GmbH, LAIRM CONSULT GmbH, URS Deutschland GmbH, N.I.T. GmbH sowie Ingenieurbüro Dr. Kebe und Dipl.-Ing. Rosenquist
Bis auf die Landanlagen auf deutscher und dänischer Seite werden alle Bereiche durch Gruppen mit deutschen und dänischen Teilnehmern betreut. An den Aufgaben zu den Themen Meeresbiologie und Meeressäuger ist außerdem die britische Firma CEFAS beteiligt. Die UVP der Landanlagen müssen von Beratern aus dem jeweiligen Land durchgeführt werden.
Weitere Informationen: Claus Dynesen, Projektdirektor der Femern A/S, Tel. + 45 33 41 63 04.
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