Nach genauer Analyse der von den Bewerbern zur Verfügung gestellten Unterlagen, ist Femern A/S zu der Einschätzung gekommen, dass Rødbyhavn die zweckmäßigste Standortwahl für die Produktionsstätte darstellt. Diese Einschätzung stützt sich auf folgende Punkte:
Umweltprüfung
Neue EU-Vorgaben erfordern, dass die Umweltauswirkungen des Fehmarnbelttunnels und der dafür notwendigen Produktionsstätte im Zusammenhang betrachtet und in ein Gesamtgenehmigungsverfahren einfließen müssen. Aufgrund des bereits durchgeführten, zweijährigen Umweltuntersuchungsprogramms, das sich auch über das Gebiet um Rødbyhavn erstreckte, verfügt Femern A/S bereits über die erforderlichen Daten, um die Produktionsstätte umweltrechtlich in den Zulassungsantrag für die Feste Fehmarnbeltquerung integrieren zu können.
Technische Voraussetzungen und Risikominimierung
Rødbyhavn erfüllt alle technischen Anforderungen an eine Produktionsstätte. Das Gelände ist so groß, dass die gesamte Produktion der Tunnelelemente an diesem einen Ort erfolgen kann.
Für Femern A/S sind mit Rødbyhavn die geringsten Risiken und die besten Steuerungsmöglichkeiten verbunden. Durch die Nähe zur Baustelle verringert sich das Transportrisiko. Auch die Gefahr von Beschwerdeverfahren ist begrenzt, da sich der Kreis von Behörden, Personen und Unternehmen, die vom Projekt berührt werden, nur in begrenztem Maße erweitert. In der eigentlichen Bauphase bietet ein Standort neben der Trassenführung Femern A/S die besten Bedingungen für eine kontinuierliche Aufsicht und Steuerung der Produktion.
Es muss betont werden, dass die Wahl von Rødbyhavn nicht bedeutet, dass nicht auch andere der vorgeschlagenen Standorte als Produktionsstätte geeignet wären. Es gibt eine Reihe von Standorten, die seriöse und gründlich ausgearbeitete Vorschläge zur Errichtung einer Produktionsstätte vorgelegt haben, was Femern A/S sehr zu schätzen weiß.