Schleppen der Tunnelelemente
Jedes Tunnelelement wird mit vier Schleppern von der Produktionsstätte zu einem Wartebereich in der Nähe des Tunnelgrabens im Fehmarnbelt geschleppt. Vor dem Schleppen wird das Element mit Ballasttanks ausgestattet. Im Wartebereich werden dann die Pontons für den Absenkprozess montiert.
Schleppen eines Tunnelelements mithilfe von Schleppern. Foto vom Bau des Öresundtunnels.
Absenken der Tunnelelemente und Schließen des Grabens Wenn ein Tunnelelement bereit zum Absenken ist, werden die Ballasttanks mit Wasser geflutet. Das Tunnelelement sinkt langsam ab und wird in die erforderliche Position gebracht werden. Wie auch das Ausheben des Grabens erfolgt das Absenken der Elemente von beiden Seiten aus.
Nachdem das Tunnelelement auf dem Fundamentbett platziert worden ist wird es mit Hilfe von Gummidichtungen und dem Wasserdruck mit den vorherigen verbunden. Der Graben wird wieder verfüllt und eine Deckschicht als Schutz aufgebracht. Die Füllung auf beiden Seiten des Tunnelelements ist eine Kombination aus einer Haltefüllung aus Kies und einer normalen Auffüllung aus Sand. Die Haltefüllung aus Kies hält das Tunnelelement im Graben und verhindert Bewegungen beim Aufbringen der Sandfüllung. Die etwa 1,2 Meter starke Deckschicht wird den Absenktunnel vor Schäden durch auf Grund laufende Schiffe oder ausgeworfene Anker schützen. Verfüll- und Deckschicht werden mit Ausnahme der sehr küstennahen Gebiete nicht über das bestehende Niveau des Meeresbodens hinausragen.
Der Absenktunnel in einem ausgehobenen Graben im Meeresboden und von einer Schutzschicht aus Steinen, Kies und Sand bedeckt.