Die feste Querung wird durch Zusammenführung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zur deutlich stärkeren Integration Europas beitragen. Die Europäische Kommission ist sich der Bedeutung der festen Querung für Europa bewusst und fördert die Bahnverbindung über den Fehmarnbelt im Rahmen der Entwicklung der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-V).
In 15 Minuten über den Belt
Die Reisezeit zwischen Kontinentaleuropa und Skandinavien wird sich durch die feste Querung erheblich verkürzen. Dauert eine Fährüberfahrt mit dem Pkw bislang 45 Minuten, so wird in Zukunft nur noch ca. eine Viertelstunde benötigt. Auch im Schienenpersonen- bzw. Schienengüterverkehr sind ähnliche Veränderungen zu erwarten. So wird ein Personenzug für eine Fahrt von Hamburg nach Kopenhagen statt 4,5 nur noch 3 Stunden benötigen und ein Güterzug den bisherigen, 160 km längeren Weg über den Großen Belt vermeiden können. Folglich kann ein starker Transportkorridor zwischen der Öresundregion und Hamburg geschaffen werden und eine neue Großregion - die Fehmarnbeltregion – entstehen.
Eine neue Region mit vielen Möglichkeiten entsteht
Aufgrund der auf diese Weise eingesparten Zeit und Kosten steigt die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Fehmarnbeltregion erheblich. Waren und Dienstleistungen können europaweit leichter vermarktet werden, was die Region für neue Unternehmensansiedlungen attraktiver macht. Neue Arbeitsplätze können sowohl während als auch nach der Bauphase geschaffen werden. Auch der Tourismus wird von der besseren Erreichbarkeit profitieren. Insgesamt wird die Querung nicht nur zur Stärkung der Zentren Hamburg und Kopenhagen/Malmö beitragen, sondern auch zur Förderung der Regionen zwischen den Metropolen führen. Langfristig wird so mehr Wohlstand geschaffen.