Dieser Tunnel setzt sich aus drei Hauptelementen zusammen:
Ein Tunnelelement wird vom Werk zum Tunnelgraben im Öresund geschleppt. Foto: Øresundsbron
Die Einfahrtsbauwerke enthalten auch unterirdische Versorgungsbereiche mit Räumen für Tunnelanlagen, Straßenbeleuchtung, Lüftung, Entwässerung, Kommunikation und Energieversorgung, die von beiden Seiten versorgt werden können.
Der abgesenkte Teil des Tunnels besteht aus 20 Elementen mit einer Länge von jeweils 176 Metern, einer Höhe von 9 Metern und einer Breite von 40 Metern. Jedes Element hat ein Gewicht von 55.000 Tonnen und besteht aus Abschnitten, die unter werksähnlichen Bedingungen an Land vorgefertigt und unter kurzfristiger Vorspannung zusammengefügt wurden.
Die Elemente liegen auf einer Bettung aus Sand in einem ausgebaggerten Graben. Die Verfüllung an den Seiten und auf der Oberseite verhindert Bewegungen des Tunnels und bietet dauerhaften Schutz unter allen Bedingungen, auch im Falle einer Kollision mit einem großen Schiff oder nur einem Anker.
Die Abdichtung aller Rohrleitungen im Tunnel ist durch eine feuerfeste Isolierung geschützt. Zu den Sicherheitsanlagen für den Notfall gehören Löscheinrichtungen und Telefone.
Im Fertigungswerk für die Tunnelelemente werden die einzelnen Abschnitte geschützt unter kontrollierten Temperatur‑ und Feuchtigkeitsbedingungen gegossen. Danach wird jeder Abschnitt in die Schleusenanlage gehoben. Sobald ein 176 Meter langes Element zusammengesetzt ist, schließen sich die riesigen Tore zwischen dem Element und dem Werk, und Wasser wird in die Schleuse gepumpt. Sobald das Element das tiefe Ende erreicht hat, wird der Wasserpegel wieder auf Meereshöhe gesenkt. Das Element schwimmt jetzt und kann zum Tunnelgraben transportiert werden. Abbildung: Øresundsbron