Peberholm. Foto: Øresundsbron
Die Nassbagger‑ und Landgewinnungsarbeiten im Rahmen der festen Querung über den Öresund hatten einen enormen Umfang: Mehr als 7,5 Millionen Kubikmeter Meeresboden wurden abgegraben. Eine der größten Teilaufgaben war das Ausbaggern des vier Kilometer langen Grabens für den Absenktunnel, aber auch die Verlegung und Vertiefung der Fahrrinnen „Drogden“ und „Flinterenden“ waren mit insgesamt 25 Kilometern Nassbaggerarbeiten keine leichte Aufgabe.
Der Schneidkopf-Saugbagger „Castor“ gehörte zu den größten seiner Art weltweit und konnte bis zu 20.000 Quadratmeter pro Tag bearbeiten. Foto: Øresundsbron
Das abgetragene Material wurde zum Bau einer künstlichen Halbinsel auf der dänischen Seite sowie einer 130 Hektar großen künstlichen Insel in der Mitte des Öresunds verwendet.
Ein Teil der Kompensationsbaggerungen und der gesamte Tunnelgraben des Öresund-Vorhabens wurden vom Schneidkopf-Saugbagger „Castor“ durchgeführt. Zunächst wurde das Bodenmaterial durch den großen rotierenden Schneidkopf von „Castor“ gelockert. Dann wurde das lose Baggermaterial abgesaugt und direkt über eine Pipeline zur Landgewinnungsstätte befördert. Dort wurde das Baggergut schließlich in einem Sedimentbecken abgelagert.
Die neu gewonnenen Bereiche am Öresund (Insel und Halbinsel) wurden als Becken gebaut, deren Einfassung ein Deich aus grobem Kies mit einer Geotextilmembran bildete. Als Verfüllmaterial wurde Geschiebelehm verwendet, um das Entweichen von Schwebstoffen ins Meer zu verhindern.
Mit dem Löffelbagger „Chicago“ konnten 24 Quadratmeter Meeresboden auf einmal abgegraben werden. Je mehr Material ein Bagger auf einmal aufnehmen kann, desto geringer ist der Anteil an Baggergut. Foto: Øresundsbron