Die Finanzprognosen über die zu erwartenden Einnahmen beruhen auf zahlreichen Annahmen über die Verkehrszusammensetzung und die möglichen Mautgebühren für die Querung.
Die erste wichtige Voraussetzung betrifft die Anzahl der Kraftfahrzeuge, die die Straße benutzen. Die letzte Verkehrsprognose aus dem Jahre 2003 ergab, dass die feste Querung im Jahre 2015 täglich von 9.150 Kraftfahrzeugen genutzt werden würde. Anschließend wurde jedoch das Jahr der Eröffnung auf 2018 verschoben. Die Prognose wurde mit einem zu erwartenden Wachstum von moderaten 1,7 Prozent pro Jahr fortgeschrieben, und so ein tägliches Verkehrsaufkommen von 9.600 Fahrzeugen prognostiziert. Dieser Wert wurde jedoch um 20 Prozent reduziert, da mit einer Anlaufphase zu rechnen ist, in der sich der Markt auf den neuen Verkehrskorridor einstellt. Somit liegt den Finanzprognosen ein Verkehrsaufkommen von täglich 7.700 Fahrzeugen im Jahre 2018, dem voraussichtlichen Eröffnungsjahr der festen Querung, zugrunde. (Siehe auch Verkehrsprognose)
Die zweite wichtige Voraussetzung ist die Höhe der Mautgebühr, die jedes Kraftfahrzeug für die Nutzung zahlen werden muss. Die Finanzprognosen der festen Querung basieren auf den inflationsbereinigten Fährpreisen für die Überfahrt Rødby-Puttgarden im Jahr 2002. Im Jahr 2008 kostete die einfache Überfahrt für einen Pkw 54 EUR (etwa 400 DKK).
Die dritte wesentliche Voraussetzung gilt den Einnahmen aus dem Schienenverkehr, die mit jährlich 47 Millionen EUR (350 Millionen DKK) veranschlagt werden. Dies entspricht den Einsparungen der Bahngesellschaften durch die Nutzung der Strecke über den Fehmarnbelt, die 160 Kilometer kürzer ist als die Strecke über den Großen Belt.