Die Bohrungen starteten im Juli 2009 – sowohl an Land als auch auf See. An Land werden sich die Arbeiten bis in den Winter hinein erstrecken, auf See bis Oktober 2009. Im Frühling 2010 werden die Bohrarbeiten dann wieder aufgenommen und voraussichtlich im Herbst 2010 abgeschlossen sein.
Sie werden in einem zwei Kilometer breiten Korridor östlich der Fährhäfen Puttgarden und Rødbyhavn an Land und im Meer durchgeführt. Die maximale Bohrtiefe beträgt 100 m unter dem Meeresboden bzw. der Erdoberfläche.
Zweck der Bohrungen ist es, Bodenproben von hoher Qualität zu entnehmen und Dichte, Tragfähigkeit und andere wichtige Eigenschaften des Bodens zu messen.
Die entnommenen Proben werden sorgfältig verpackt und in gekühlten Behältern gelagert, um danach eingehenden Labortests unterzogen zu werden. Die Bohrarbeiten werden von der dänischen Firma GEO durchgeführt, die Spezialisten auf diesem Gebiet sind.
Die Ergebnisse der Bohrarbeiten werden gemeinsam mit den seismischen Untersuchungen und geoelektrischen Messungen einen besseren Einblick in die Beschaffenheit des Bodens ermöglichen – d.h. in Lage und Zustand der verschiedenen Bodenschichten.
Für die Zukunft des Fehmarnbeltprojekts ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Ingenieure über ein genaues und detailliertes Wissen über die Bodenschichten, auf denen das Bauwerk errichtet werden soll, verfügen. Das Ergebnis der Bodenuntersuchungen wird auch maßgeblich zur Bestimmung der endgültigen Trassenführung der festen Querung beitragen.
Die Bohrarbeiten werden vom niederländischen Unternehmen Fugro Engineers BV, einem Spezialisten auf diesem Gebiet, im Auftrag von Femern A/S durchgeführt.