Das Projekt

Schifffahrtsuntersuchungen

Simulationen eines virtuellen Computermodells sollen helfen, die Frage zu beantworten, welche Bedeutung eine Brücke über den Fehmarnbelt für die sichere Fahrt durch den Fehmarnbelt hätte.

Erfahrene Seeleute aus Dänemark und Deutschland nehmen an einer Reihe von Übungen in einem Simulator teil, der wie die traditionelle Brücke eines Schiffs aufgebaut ist. Auf großen 360°-Bildschirmen sehen die Seeleute eine Computeranimation des Fehmarnbelts mit anderen Schiffen und einer Brücke, die allmählich am Horizont zu erkennen ist.

Die Untersuchungen werden mit einer Schrägseilbrücke und einer Hängebrücke mit jeweils unterschiedlicher Spannweite der Durchfahrtsfelder durchgeführt.

Das Computermodell kann aber nicht nur mit verschiedenen Brückentypen, sondern auch mit anderen Parametern programmiert werden, die für die Schifffahrt von Bedeutung sind, so etwa Wind und Strömung. Die Aufgabe der Schiffskapitäne, Lotsen und Steuermänner im Simulator besteht darin, unter der Brücke hindurchzufahren und anschließend ihre Eindrücke der Manöver zu beschreiben. Unterwegs erfasst der Computer jede Handbewegung der Seeleute und damit die Fahrt des Schiffs durch den Belt und unter der Brücke hindurch.

Der Fehmarnbelt wird jedes Jahr von rund 46.000 Schiffen befahren, etwa 38.000 Fährschiffe kreuzen ihn zwischen Puttgarden und Rødby. Bis 2030 wird ein Anstieg des Schiffsverkehrs auf knapp 100.000 Schiffe pro Jahr prognostiziert.

Die ersten Simulationen der Femern A/S sollten zunächst zeigen, ob der Bau einer Brücke ohne Gefährdung der Sicherheit der unter der Brücke durchfahrenden Schiffe überhaupt möglich ist. Die Simulationen werden auch Erkenntnisse über die optimale Durchfahrtsbreite des Hauptdurchfahrtsfelds der Brücke liefern und somit zur Gesamtgestaltung der Brücke beitragen.

Die Simulationen werden bei FORCE Technology durchgeführt, einem Institut nördlich von Kopenhagen, wo ähnliche Untersuchungen auch schon vor dem endgültigen Entwurf der Brücken über den Großen Belt und den Öresund stattgefunden haben.

„Unser Ziel ist es, ein Niveau bei der Sicherheit auf See im Fehmarnbelt mit einer Brücke zu erreichen, das mindestens dem von heute ohne Brücke entspricht. Am Großen Belt und im Öresund konnte die Sicherheit auf See u. a. aufgrund der präziser festgelegten Fahrtrouten verbessert werden, die in Verbindung mit den Brücken erforderlich waren. Hinzu kam die Einführung eines Verkehrsüberwachungssystems  (VTS-System) zur Überwachung des Schiffsverkehrs“, erklärt Finn Ennemark, Projektleiter bei Femern A/S.

 

Video: Anzahl Schiffe
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Kontakt

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Finn Ennemark
Projektleiter  
Design-
koordinierung

fen@femern.dk

Simulationen zur Sicherheit auf See  

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