Das Projekt

Produktionsstätte für Tunnelelemente

Die Produktionsstätten für die Elemente sind gleichgroß, wenn das gleiche Produktionsverfahren angewendet wird.

Für ein herkömmliches Produktionsverfahren in einem ausgebaggerten Baudeck ist ein Becken von 220.000 m2 vonnöten, das bis in eine Tiefe von 10,5 m unter dem Meeresspiegel ausgebaggert ist. Darüber hinaus ist eine Fläche von ca. 300.000 m2 für Baustelleneinrichtungen, Betonmischanlage usw. erforderlich.

Es müssen ein provisorischer Hafen für Material- und Ausrüstungslieferungen sowie eine geeignete Zufahrtsstraße gebaut werden. Wird eine industrielle Produktionsanlage genutzt, kann die Beckenfläche gegenüber einem herkömmlichen Bauverfahren halbiert werden. Die Gesamtfläche muss aber dieselbe bleiben. In Spitzenzeiten werden schätzungsweise bis zu 1.000 Arbeiter in der Produktion beschäftigt sein.

Ein Entwässerungssystem sorgt für trockene Arbeitsbedingungen im Becken. Der Aushub wird vorübergehend auf einer Fläche neben den Becken und Einrichtungen gelagert und kann nach dem Bau der Elemente zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Baustelle verwendet werden. Alternativ können die Becken und Produktionsstättenflächen in einen Jacht- oder Industriehafen umgewandelt werden.

Die Produktionsstätten müssen allen gesetzlichen und kommunalen Auflagen in Bezug auf Lärm, Staub, Erschütterung, Entwässerung usw. genügen. Zentrale Arbeiten wie das Betongießen dauern mehr als 24 Stunden und werden daher rund um die Uhr durchgeführt. Die erwarteten Anforderungen für eine Produktionsstätte für Tunnelelemente mit vier Produktionsstraßen sind wie folgt:

  • Wasser: Der erwartete durchschnittliche Wasserbrauch für die Betonherstellung und durch das Personal vor Ort beträgt 400 bis 500 m3 pro Tag. Der Wasserverbrauch in der Hauptbelastungszeit wird auf 50 bis 60 m3 pro Stunde geschätzt.
  • Abwasser: Sämtliches, an einem Tag gebrauchtes Wasser wird dem Abwassersystem zugeführt – mit Ausnahme des Wassers, das für die Herstellung des Betons verbraucht wird. Dies ergibt eine durchschnittliche Abwassermenge von 300 bis 400 m3 pro Tag.
  • Strom: Der Gesamtverbrauch wird auf 1.000 kVA geschätzt.
  • Lkw-Verkehr: Die Anzahl der Lkw, die täglich zur Produktionsstätte fahren, hängt davon ab, ob die Betonproduktion vor Ort stattfindet oder nicht. Falls der Beton am Anfang nicht vor Ort hergestellt wird, werden durchschnittlich 300 Lkw pro Tag zur Produktionsstätte kommen (an einem Tag, an dem Beton gegossen wird, werden es ca. 500 bis 550 Lkw sein). Wird der Beton vor Ort hergestellt, werden ca. 20 bis 40 Lkw pro Tag zur Produktionsstätte fahren (in diesem Fall wird angenommen, daß die Materialien für den Beton (Sand, Kies und Zement) über den Seeweg zur Produktionsstätte geliefert werden).
  • Lärm: Es wird erwartet, dass die Lärmschutzgrenzen für Schwerindustrie eingehalten werden.
  • Staub: Es wird angenommen, dass die Haupttransportwege asphaltiert sein werden, um Staubentwicklung während des Transports zu vermeiden.

 

Zahlen zur Tunnelelementeproduktion (Schätzwerte)

Gesamtlänge der Querung                21 km
Länge des Absenktunnels                19 km

Produktionsstätte für Tunnelelemente

Anzahl der Elemente                        95
Länge eines Elements                       200 m
Beton                                               2.500.000 m3
Bewehrung                                       350.000 t
Produktionszeit                                 36 Monate, ohne Bauzeit des Fertigteilwerks
Anzahl der Produktionsstätten           2
Fläche jeder Produktionsstätte          1000 x 500 m2       Entfernung von der Tunnelbaustelle
                                                                                      idealerweise max. 120 km

Beispiel einer fabrikähnlichen Produktionsstätte für Tunnelelemente  
Beispiel eines traditionellen Baudocks für Tunnelelemente  

Timeline

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