Dies gab Femern A/S im November 2010 nach gut anderthalb Jahren Vorarbeiten bekannt, in denen die verschiedenen Trassenführungen untersucht wurden.
Nach gründlicher Prüfung der einzelnen Varianten kam Femern A/S zu dem Ergebnis, dass der östlich der Fährhäfen angelegte Korridor die geringsten Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Sachgüter mit sich bringt.
Festlegung der Trasse per Gesetz und Beschluss
Die genaue Trassenführung steht erst dann endgültig fest, wenn das Projekt in Deutschland und Dänemark offiziell genehmigt ist. In Dänemark wird die Genehmigung durch Verabschiedung eines Baugesetzes durch das Folketing erteilt, was für Ende 2013 zu erwarten ist. In Deutschland ist für die Genehmigung die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens erforderlich. Der Planfeststellungsbeschluss wird vermutlich im Frühjahr 2014 veröffentlicht. Bis zu diesem Zeitpunkt können an der Trassenführung innerhalb des 1.200 m breiten Korridors noch Änderungen vorgenommen werden.
Im September 2011 hat Femern A/S einen überarbeiteten Vorschlag für die Trassenführung auf Lolland vorgelegt, da auf der dänischen Seite eine Verlegung der Autobahn um 150 m nach Westen erforderlich wurde.
Platz für Zoll, Einsatz- und Rettungskräfte
Diese Verlegung wurde aufgrund von Einwänden der Finanz- und Steuerbehörde (SKAT) sowie der für die Bereitschafts- und Rettungsdienste (Polizei, Feuerwehr etc.) zuständigen Behörde vorgenommen. Beide Behörden forderten mehr Platz für ihre jeweiligen Einrichtungen, als in dem von Femern A/S im November 2010 vorgelegten Vorschlag ausgewiesen war.
Die geänderte Straßenführung auf Lolland hat jedoch keinerlei Einfluss auf die für den Abschnitt von Küste zu Küste vorgeschlagene Trassenführung.
Femern A/S hat in einem ca. vier bis sieben km breiten Bereich des Fehmarnbelts zwischen Dänemark und Deutschland eine Vielzahl möglicher Trassenführungen untersucht, sowohl östlich als auch westlich der Fährhäfen von Puttgarden und Rødbyhavn. Die Untersuchungen in diesem Bereich umfassten auch einige Kilometer landeinwärts auf Fehmarn und Lolland, wo die Feste Fehmarnbeltquerung in das bestehende Straßen- und Schienennetz eingebunden werden soll.