FEHMARNBELT-TUNNEL
Die Verbindung zwischen Deutschland und Skandinavien
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Gute Gründe für den Fehmarnbelt-Tunnel

10 Gute Gründe für eine direkte Verbindung zwischen Deutschland und Skandinavien unter dem Fehmarnbelt.
  1. Eine schnellere und kürzere Verbindung

    Der Fehmarnbelt-Tunnel macht das Reisen zwischen Deutschland und Dänemark sowie zwischen ganz Skandinavien und Mitteleuropa bequemer und schneller. Er verbindet Fehmarn und Lolland rund um die Uhr, unabhängig von Wind und Wetter, Wartezeiten oder Reservierungen. Damit verkürzt er die Reisezeit über den Fehmarnbelt für Autofahrer von 45 Minuten auf zehn Minuten und für Zugfahrer von Hamburg nach Kopenhagen von 4:30 Stunden auf deutlich unter drei Stunden.

  2. Wachstumschancen für ein dynamisches Nordeuropa

    Der Fehmarnbelt-Tunnel schafft entlang der kürzesten Strecke eine Direktverbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Sie ermöglicht eine weitere Verstärkung der bereits intensiven Handelsbeziehungen zwischen Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland auf der einen Seite des Fehmarnbelts und Deutschland als Ganzem sowie insbesondere Schleswig-Holstein auf der anderen. Skandinavien und vor allem der Osten Dänemarks mit der Hauptstadtregion Kopenhagen erhalten einen besseren Zugang zu ihren wichtigsten Absatzmärkten. Für Deutschland entsteht eine kürzere Anbindung an Ost-Dänemark und den dynamischen skandinavischen Wachstumsraum insgesamt.

  3. Neue Märkte und Möglichkeiten für den Tourismus

    Der Fehmarnbelt-Tunnel stärkt durch die bessere Erreichbarkeit den Tourismus in der Fehmarnbelt-Region. Für Gäste aus Skandinavien ist Ostholstein mit seinem umfangreichen Angebot und der guten touristischen Infrastruktur künftig nur eine kurze Zug- oder Autofahrt entfernt. Auch Hamburg kann potentiell mehr Tagestouristen aus Skandinavien erwarten. Das teilweise beträchtliche Preisgefälle zwischen Skandinavien und Deutschland unter anderem bei Übernachtungen und Restaurantbesuchen macht die Urlaubsregion zusätzlich attraktiv für skandinavische Besucher. Auch für deutsche Urlauber rücken Ziele in ganz Skandinavien näher. Norddeutschland erhält zudem einen besseren Zugang zum internationalen Flughafen in Kopenhagen – als einem zusätzlichen Ausgangspunkt für Fernreisen.

  4. Schlüssel zur Entstehung einer neuen Region

    Der Fehmarnbelt-Tunnel ist als feste und schnelle Verbindung das entscheidende Element für die Weiterentwicklung einer Fehmarnbelt-Region mit engerem Zusammenhalt und größerer Wettbewerbsfähigkeit. So entsteht zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen eine neue Region mit fast 10 Mio. Einwohnern, die von einem hohen Ausbildungsstand, exzellenten Forschungseinrichtungen sowie hervorragenden Verkehrsanbindungen gekennzeichnet ist. Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel wird die Integration eines grenzüberschreitenden Arbeitsmarkts weiter zunehmen. Die Entstehung neuer Wohngebiete, die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Entwicklung neuer Gewerbegebiete können so gefördert werden. Denn die bessere Mobilität und verkürzte Reisezeiten machen das Pendeln für Arbeitnehmer und Studenten attraktiver.

  5. Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen

    Der Fehmarnbelt-Tunnel schafft eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze sowohl während der Tunnelbauarbeiten als auch nach seiner Fertigstellung. In der Fehmarnbelt-Region und darüber hinaus entstehen durch den Bau zahlreiche Stellen für deutsche und dänische Subunternehmer und Zulieferer. Die vorgeschriebene Beschäftigung von Auszubildenden auf der Tunnelbaustelle fördert langfristig die Kompetenzen der Arbeitskräfte auf beiden Seiten des Fehmarnbelts. Die Erfahrungen beim Bau des Tunnels und die strategische Lage an der neuen Verbindung stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Betrieben in der gesamten Region. Nach der Eröffnung schafft der Betrieb des Fehmarnbelt-Tunnels darüber hinaus rund 300 feste Arbeitsplätze.

  6. Neue Möglichkeiten für den Schienenverkehr

    Durch den Fehmarnbelt-Tunnel entstehen neue Optionen für den Personennah- und Fernverkehr sowie für den internationalen Güterverkehr. Nach seiner Eröffnung sparen Güterzüge zwischen Hamburg und Skandinavien 160 Kilometer gegenüber der heutigen Güterzugroute über den Großen Belt. Damit fördert der Fehmarnbelt-Tunnel die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Gleichzeitig setzt die neue Verbindung Kapazitäten für den Schienenverkehr im Jütland-Korridor frei.

  7. Beitrag für eine bessere Klimabilanz

    Der Fehmarnbelt-Tunnel und seine Anbindungen auf deutscher und dänischer Seite steigern die Attraktivität der Bahn und reduzieren somit klimaschädliche Emissionen. Durch die Stärkung des Schienenanteils beim Gütertransport, die Sicherung leistungsfähiger Verkehrswege, die auch künftig zu erwartende Steigerungen des Verkehrsaufkommens bewältigen können, leistet der Fehmarnbelt-Tunnel einen nachhaltigen Beitrag dazu, die Klimaziele der EU zu erreichen.

  8. Verstärkter kultureller Austausch zwischen Deutschland und Dänemark

    Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel sind Deutschland und Dänemark am Fehmarnbelt nicht länger durch eine Wassergrenze getrennt. Eine feste Verbindung baut auch Grenzen in den Köpfen ab und eröffnet so Perspektiven für den verstärkten kulturellen Austausch und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Kultur. Mit der schnelleren Anbindung liegt Ostholstein nicht nur im Norden Deutschlands, sondern gleichzeitig inmitten der Fehmarnbelt-Region zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen/Malmö.

  9. Aufwertung regionaler Anbindungsstrecken

    Die Schienen- und Straßenanbindungen für den Fehmarnbelt-Tunnel auf beiden Seiten des Fehmarnbelts werden im Zuge des Tunnelbaus erheblich verbessert. Der Abschnitt der B207/E47 zwischen Heiligenhafen und dem Tunnelportal bei Puttgarden etwa wird vierspurig ausgebaut, was die Kapazität deutlich erhöht und in Verbindung mit der geplanten neuen Fehmarnsundquerung gerade während des starken Ferienverkehrs im Sommer einen leichteren Zugang zur Insel Fehmarn ermöglicht. Auch waghalsige Überholmanöver von LKWs auf der heute nur zweispurigen Bundesstraße gehören dann der Vergangenheit an. Durch den Aus- und Neubau der Schienenstrecke und die damit einhergehende Elektrifizierung entfallen die Emissionen der aktuell auf der Strecke verkehrenden Dieselzüge, und die neu errichteten Bahnhöfe werden zudem barrierefrei. Auch Pendler innerhalb der Region können durch neue Routenoptionen zwischen den wirtschaftlichen Zentren Hamburg und Lübeck Zeit sparen.

  10. Lückenschluss im europäischen Verkehrsnetz
    Der Fehmarnbelt-Tunnel leistet einen entscheidenden Beitrag, Europa durch ein zusammenhängendes, leistungsstarkes Verkehrsnetz auch über Ländergrenzen hinaus zu verbinden. Die feste Verbindung über den Fehmarnbelt ist ein Schlüsselelement für die Verwirklichung des von der EU beschlossenen Nord-Süd-Korridors zwischen Helsinki und Palermo/Valletta (ScanMed-Korridor). Der Fehmarnbelt-Tunnel ist daher eines von fünf prioritären Projekten im laufenden Connecting Europe Facility-Förderprogramm der EU.
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Analyse: Die Feste Fehmarnbeltquerung bereichert Dänemark und Europa

Für Europa bringt das Projekt eine Rendite von 5,0 Prozent. Damit liegt der Kapitalertrag über dem Wert von 4 Prozent, der als Mindestgrenze für Investitionen des dänischen Staats gilt.

Lesen Sie mehr auf der Website des dänischen Verkehrsministeriums (English).

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Die Femern A/S ist mit der Aufgabe betraut, eine feste Querung zwischen Deutschland und Dänemark über den Fehmarnbelt zu entwerfen und zu planen. Das Unternehmen ist Teil der staatlichen dänischen Sund & Bælt Holding A/S, die bereits über Erfahrungen aus dem Bau der festen Querungen über den Großen Belt und den Öresund verfügt.
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