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Wirtschaftlichkeit

Verkehrsprognose

Nach der Verkehrsprognose werden im ersten Jahr nach Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung durchschnittlich 8.000 Kraftfahrzeuge pro Tag erwartet. Fünf Jahre nach Eröffnung sieht die Prognose voraus, dass 10.800 Fahrzeuge täglich die Querung nutzen werden.

Die Zahlen beruhen auf der Verkehrsprognose „Fehmarn Belt Forecast 2002 Final Report" vom April 2003 und wurden vom Fehmarnbelt Traffic Consortium (FTC) für die Verkehrsministerien Deutschlands und Dänemarks erstellt.

Erfahrungen haben gezeigt, dass es einige Zeit dauert, bis sich der Markt neuen Verkehrsverbindungen anpasst. Deshalb wird in den finanziellen Analysen für den Straßenverkehr mit einer Eingewöhnungsperiode von vier Jahren gerechnet bevor der Verkehrssprung eintritt.

Die finanzielle Analyse des Vorhabens beruht auf einer konservativen Annahme, also auf einer vorsichtigen Schätzung. Die finanzielle Analyse beruht somit direkt auf der Prognose, doch in den Berechnungen wurden das Verkehrsaufkommen und damit die Einnahmen in den ersten fünf Jahren nach der Eröffnung niedriger angesetzt, um die Eingewöhnungsperiode mit einzubeziehen.

Bis zur Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung sieht die Prognose eine jährliche Steigerung des Fährverkehrsaufkommens von durchschnittlich 2,3 Prozent voraus. In den ersten 25 Jahren nach der Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung wird mit einem jährlichen Wachstum des Verkehrsaufkommens von 1,7 Prozent gerechnet.


Verkehrsvoraussetzungen für die finanzielle Analyse für den Fehmarnbelt:

Fahrzeuge pro Tag

2020*

2010**

Pkw

6.800

4.415

Busse

100

82

Lkw

1.100

963

Insgesamt

8.000

5.460


Zugverkehr pro Tag

2015***

Fahrgäste

3.800

Güterwagen

1.300

 

* Die Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung ist für 2021 geplant. Die Prognose gilt für den Verkehr in den ersten 12 Monaten.
** Jetziges Fährverkehrsaufkommen
*** Im Verhältnis zu dem jetzt geplanten Eröffnungsjahr (2021) sind keine Anpassungen vorgenommen worden. Das ursprünglich im Jahr 2003 erwartete Eröffnungsjahr, 2015, wurde beibehalten.

Prognose für den Eisenbahnverkehr
Für das Jahr 2025 erwartet Femern A/S – in Übereinstimmung mit Prognosen, die zwischen den verantwortlichen Behörden in Deutschland und Dänemark abgestimmt wurden –, dass insgesamt 78 Güterzüge und 40 Personenzüge täglich die Feste Fehmarnbeltquerung nutzen werden.

Verkehrssprung
Erfahrungen von anderen festen Querungen, wie denen über den Großen Belt und den Öresund, haben gezeigt, dass das Verkehrsaufkommen deutlich ansteigt, wenn eine feste Querung den Fährverkehr ersetzt. Dieser sogenannte Verkehrssprung wird durch neue Möglichkeiten in Form von Zeitersparnissen und größerer Zugänglichkeit hervorgerufen. Im ersten Jahr nach der Eröffnung der festen Querung über den Öresund stieg das Verkehrsaufkommen um 61 Prozent. Bei der festen Querung über den Großen Belt betrug der Verkehrssprung 127 Prozent. Konservative Annahmen zur Festen Fehmarnbeltquerung rechnen mit einem Verkehrssprung von etwa 40 Prozent.

Die Verkehrsprognose setzt voraus, dass Fähren nach der Eröffnung der festen Querung die Route zwischen Rødby und Puttgarden nicht länger befahren werden. Dies ist jedoch eine Entscheidung, die allein bei den Fährgesellschaften liegt.

 

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Die Femern A/S ist mit der Aufgabe betraut, eine feste Querung zwischen Deutschland und Dänemark über den Fehmarnbelt zu entwerfen und zu planen. Das Unternehmen ist Teil der staatlichen dänischen Sund & Bælt Holding A/S, die bereits über Erfahrungen aus dem Bau der festen Querungen über den Großen Belt und den Öresund verfügt.
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