Das gesamte Projekt ist auf etwa zehn Jahre ausgelegt. Im Zeitraum 2009–2015, in dem die Voruntersuchungen, die Planung und die Vorbereitung der großen Verträge stattfinden, ist der Beschäftigungseffekt mit insgesamt etwa 2.500 Mannjahren relativ gering. Im Zeitraum 2015–2021 werden die Bauarbeiten durchgeführt. Dann wird die Beschäftigung enorm ansteigen – auf insgesamt etwa 22.500 bis 26.000 Mannjahre.
Gros der Arbeitsplätze in Dänemark
Während der Bauphase wird die Mehrzahl der Arbeitsplätze in Dänemark liegen. Das liegt vor allem daran, dass die Tunnelelemente in Rødbyhavn direkt an der Trassenführung produziert werden. Schätzungsweise 75 Prozent der Arbeitsplätze werden in Dänemark angesiedelt sein, 15 Prozent in Deutschland und der Rest in anderen Ländern. Die Schätzung ist mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, weil die Bauunternehmen, die den Zuschlag erhalten, letztendlich die Produktion vorbereiten und sich um die Anwerbung der Arbeitskräfte kümmern.
Die Verteilung von Arbeitsplätzen nach Ländern gibt nur an, wo sich die Arbeitsplätze befinden, sagt jedoch nichts darüber aus, welche Nationalität die Beschäftigten haben. Wie bei anderen großen Bauprojekten auch, wird ein Großteil der Arbeitskräfte voraussichtlich aus dem Ausland rekrutiert.
Auch viele Beschäftigte in Deutschland
Die meisten Arbeitsplätze liegen ganz in der Nähe der Trassenführung. In Rødbyhavn werden im arbeitsreichsten Zeitraum von 2015–2021 schätzungsweise 3.000 Arbeitskräfte in der Elementfabrik, im Arbeitshafen, am Portalbauwerk und an den Hinterlandanbindungen beschäftigt sein.
Auf deutscher Seite wird ein Großteil der Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Baustelle östlich von Puttgarden liegen. Schätzungsweise werden hier im arbeitsreichen Zeitraum von 2015–2021 ca. 500 Menschen arbeiten.
Ein Mannjahr ist eine technische Angabe dazu, wie viele Menschen beschäftigt werden müssten, wenn alle in Dänemark in Vollzeit angestellt wären. Ein Mannjahr entspricht 1.655 Stunden pro Jahr.
Die Berechnung basiert auf dem im November 2010 veröffentlichten Vorschlag für die Entwurfsplanung sowie auf der Entscheidung, die Produktion der Tunnelelemente in Rødbyhavn anzusiedeln. Die Gesamtschätzung der Mannjahre und der Verteilung nach Ländern ist jedoch mit Unsicherheit behaftet.