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Der fertige Tunnel

Neue Erholungsgebiete an der Küste

Im Zuge der Errichtung der Festen Fehmarnbeltquerung wird sowohl in Deutschland als auch in Dänemark Land gewonnen in Form von künstlichen Halbinseln, die etwa 500 m ins Meer hinausragen.

Hierfür wird der Aushub aus dem Tunnelgraben verwendet. Insgesamt werden ca. 15 Millionen m3 Meeresboden für diesen Graben ausgehoben. Weitere ca. 4 Millionen m3 fallen bei der Errichtung der Produktionsstätten in Rødbyhavn an. Das Material soll größtenteils an der dänischen Küste von Lolland zur Landaufspülung genutzt werden.

Die Landaufspülungsflächen dienen grundsätzlich dazu, den Tunnel in offener Bauweise herstellen zu können, da die Tunnelelemente erst ab einer bestimmten Wassertiefe abgesenkt werden. Daher stellt der äußere Deich die Schnittstelle zwischen dem Tunnel in offener Bauweise und dem Absenktunnel dar.

Die Küste von Fehmarn
Die Landaufspülungsfläche an der nördlichen Küste Fehmarns dient als Anlandungspunkt für den Tunnel und trägt dazu bei, dass der Eingriff in die vorhandene deutsche Küste so schonend wie möglich ausgeführt wird. Die Landaufspülungsfläche beträgt etwa 150.000 m2.

Laut Planung wird die künftige Landaufspülung nicht weiter ins Meer ragen als der jetzige Fährhafen von Puttgarden.

Die Landaufspülung ist als Erweiterung des vorhandenen Geländes geplant: Der natürliche Hügel wird zu einem Plateau ausgebaut, das hinter einem Küstenschutzdeich liegt. Zu dieser Deichanlage soll auch ein neuer Strand nahe der Ortslage von Marienleuchte gehören.

Es ist geplant, die Landaufspülungsfläche hinter dem Deich als geschlossenes Areal mit Wiesen und Weideflächen anzulegen.

Die Küste von Lolland
Auf Lolland wird es zwei Landaufspülungsbereiche geben, die auf beiden Seiten des bestehenden Fährhafens bei Rødbyhavn liegen und sich nicht weiter als bis zu den Molen des Fährhafens erstrecken. Die gesamte Landaufspülungsfläche beträgt etwa 3.000.000 m2, was 3 km2 oder 300 Hektar entspricht.

Der Deich entlang der bestehenden Küste wird größtenteils erhalten und weiterhin als Hochwasserschutz für das Binnenland dienen. Die Landaufspülungsflächen werden an ihren ausgesetzten Strecken zum Großteil durch Steinsetzungen vor dem Meer geschützt. Die östlichsten 1,5 km der Landaufspülung werden jedoch ohne Schutz angelegt und werden daher wie eine natürliche Steilküste wirken, die bis zu 7 m hoch ist. Darüber hinaus werden im Bereich der Landaufspülungen zwei neue Strände sowie eine Naturlagune mit zwei Öffnungen zum Fehmarnbelt angelegt, um einen ausreichenden Wasseraustausch in der Lagune sicherzustellen. Die Öffnungen werden so gestaltet, dass ein Ausbreiten der Wellen in die Lagune begrenzt wird, sodass eine Möglichkeit geschaffen wird, Feuchtgebiete entlang der Ufer der Lagune einzurichten.

In ihrer endgültigen Form soll die Landaufspülung aus drei Landschaftsarten bestehen: Erholungsgebiete mit Stränden, Steilküsten und Grasflächen, Feuchtbiotope und Weideflächen – mit jeweils eigener Natur und eigenen Nutzungsmöglichkeiten. Die verschiedenen Flächen können je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert und von der Höhe her verändert werden, um für Wildfauna und Freizeitaktivitäten optimale Bedingungen zu schaffen.

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Die Femern A/S ist mit der Aufgabe betraut, eine feste Querung zwischen Deutschland und Dänemark über den Fehmarnbelt zu entwerfen und zu planen. Das Unternehmen ist Teil der staatlichen dänischen Sund & Bælt Holding A/S, die bereits über Erfahrungen aus dem Bau der festen Querungen über den Großen Belt und den Öresund verfügt.
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