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Vorbereitungsphase

Sicherer Schiffsverkehr im Fehmarnbelt

Bevor mit dem Bau des Absenktunnels begonnen werden kann, muss ein so genanntes VTS-System (Vessel Traffic Service) eingerichtet werden, mit dem der dichte Schiffsverkehr im Fehmarnbelt überwacht werden kann.

Mit einem solchen Leit- und Informationssystem soll während der Bauphase die Sicherheit für die Schifffahrt im Fehmarnbelt gewährleistet werden, die durch die Bauarbeiten auf See beeinträchtigt werden kann, insbesondere im Zusammenhang mit der Ausbaggerung des Meeresbodens und dem Absenken der Tunnelelemente.

Femern A/S untersucht derzeit, wie sich die Bauarbeiten auf den Schiffsverkehr auswirken werden und erstellt anschließend eine Risikoanalyse für die Offshore-Arbeiten während der Bauphase.

Die Ergebnisse dieser Analyse werden Teil der Entscheidungsgrundlage für die Schifffahrtsbehörden sein, welche die Maßnahmen beschließen müssen, mit denen die Gefahren für den Schiffsverkehr während der Bauarbeiten so gering wie möglich gehalten werden sollen. Folgende Maßnahmen sind denkbar:

  • VTS-System zur Leitung des Schiffsverkehrs und zur Information über Offshore-Arbeiten
  • Wachschiffe zum Warnen vor Offshore-Arbeiten vor Ort
  • Einschränkung der Offshore-Arbeiten zur Gewährleistung einer freien Schifffahrtsrinne

 

Über 100 Schiffe am Tag

Der Fehmarnbelt ist ein dicht befahrener Seeweg. Zählungen des Schiffsverkehrs in den Jahren 2006 und 2007 haben gezeigt, dass der Fehmarnbelt von rund 47.000 Schiffen im Jahr befahren wird; hinzu kommen jährlich rund 38.000 Fährüberfahrten zwischen Puttgarden und Rødby. Eine Verkehrsprognose auf der Grundlage dieser Zahlen geht von einem Anstieg des Schiffsverkehrs bis 2030 auf ca. 90.000 Schiffe jährlich aus. Dies ist annähernd eine Verdoppelung im Laufe von 20 Jahren.

 

Simulationen für den Schiffsverkehr mit Brücke

Der Staatsvertrag aus dem Jahr 2008 nennt eine Schrägkabelbrücke als bevorzugte technische Lösung für die Feste Fehmarnbeltquerung. Vor diesem Hintergrund hat Femern A/S in den Jahren 2009 und 2010 eine Reihe von Computersimulationen des Schiffsverkehrs für Brücken mit unterschiedlichen Spannweiten durchgeführt.

Eine detaillierte Risikoanalyse mit verschiedenen Szenarien für eine Schrägkabelbrücke wurde mit einem Vergleichsszenario mit fortgesetztem Fährverkehr ohne Feste Fehmarnbeltquerung verglichen. Zugleich wurde mittels einer Analyse der Verkehrsflüsse in allen Szenarien erfasst, wie viele Schiffe im Fehmarnbelt ihre Geschwindigkeit anpassen müssen.

Erfahrene Schiffsführer aus Deutschland und Dänemark führten Simulatorübungen aus, bei denen sie auf großen 360°-Bildschirmen unter einer Schrägkabel- und einer Hängebrücke im Fehmarnbelt hindurch navigierten. Ein Computer erfasste sämtliche Handlungen der Schiffsführer während der Simulation und damit die genaue Route der Schiffe durch den Fehmarnbelt und unter der Brücke hindurch.

 

Auch Brücke bietet Sicherheit

Die Untersuchungen zeigten, dass eine Schrägkabelbrücke mit zwei Durchfahrtsfeldern mit einer Breite von jeweils 724 Metern, kombiniert mit der Installation eines VTS-Systems für diesen Fahrtbereich, gegenüber dem fortgesetzten Fährbetrieb zu einer Verbesserung der Sicherheit im Schiffsverkehr führen würde.

Die Simulationen wurden von FORCE Technology durchgeführt, einem nördlich von Kopenhagen gelegenen Forschungsinstitut, das bereits ähnliche Untersuchungen für die Brücken über den Großen Belt und den Öresund durchgeführt hat.

 

Hier finden Sie den Hintergrundbericht über die Schifffahrtsstudien, mit denen die Auswirkungen einer Brücke auf den Schiffsverkehr im Fehmarnbelt untersucht wurden

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Die Femern A/S ist mit der Aufgabe betraut, eine feste Querung zwischen Deutschland und Dänemark über den Fehmarnbelt zu entwerfen und zu planen. Das Unternehmen ist Teil der staatlichen dänischen Sund & Bælt Holding A/S, die bereits über Erfahrungen aus dem Bau der festen Querungen über den Großen Belt und den Öresund verfügt.
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