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Wirtschaftlichkeit

Hinterlandanbindungen

Um die feste Querung effizient nutzen zu können, ist der Ausbau des deutschen und des dänischen Straßen- und Schienennetzes notwendig.

Gemäß dem am 3. September 2008 von den Verkehrsministern beider Länder unterzeichneten Staatsvertrag werden die Anbindungen des Querungsbauwerks ans Schienen- und Straßennetz allein vom jeweiligen Staat geplant und finanziert. Damit sind der Abschnitt von Küste zu Küste und die Hinterlandanbindungen jeweils als separate Vorhaben zu betrachten. Dänemark behält sich jedoch das Recht vor, die dänischen Hinterlandanbindungen aus Erträgen des Abschnitts von Küste zu Küste zu finanzieren.

Die Mautstation wird vereinbarungsgemäß in Dänemark liegen.

Hinterlandanbindung auf deutscher Seite
Bis zur Eröffnung des Abschnitts von Küste zu Küste soll die bessere Anbindung an das deutsche Schienen- und Straßennetz abgeschlossen sein.

Hierzu sind im Staatsvertrag folgende Maßnahmen vereinbart:

•        Ausbau der B 207 (E 47) zwischen Heiligenhafen und Puttgarden zur
         vierspurigen Bundesstraße. Die Fahrbahn der Fehmarnsundbrücke
         bleibt zweispurig.
•        Elektrifizierung der Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden.
•        Sicherung ausreichender Kapazität auf der eingleisigen Bahnstrecke
         zwischen Bad Schwartau und Puttgarden.

Spätestens sieben Jahre nach Eröffnung des Abschnitts von Küste zu Küste soll der zweigleisige Ausbau der Strecke Bad Schwartau-Puttgarden abgeschlossen sein. Die Eisenbahnverbindung über den Fehmarnsund bleibt eingleisig.

Die Baukosten für die Hinterlandanbindungen auf deutscher Seite werden mit insgesamt 840 Mio. EUR veranschlagt (Preisstand 2003). Die Kosten für die deutsche Hinterlandanbindung werden vom Bund getragen. Das Land Schleswig-Holstein wird sich voraussichtlich mit etwa 60 Millionen Euro beteiligen.

Weitere Informationen zur Finanzierung der Kosten der Hinterlandanbindungen auf deutscher Seite finden Sie auf den Webseiten des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein unter http://www.schleswig-holstein.de/FehmarnBelt/DE/Finanzierung/Finanzierung_node.html

Hinterlandanbindung auf dänischer Seite
Auch in Dänemark wird die Hinterlandanbindung bis zur Eröffnung der festen Querung ausgebaut.

Folgende Maßnahmen zur besseren Anbindung an das Schienennetz wurden im Staatsvertrag festgehalten:

•        Elektrifizierung der Bahnstrecke Ringsted–Rødbyhavn.
•       Zweigleisiger Ausbau der Bahnstrecke von Vordingborg bis zur Masnedø 
         und von Orehoved bis nach Rødbyhavn. Die Bahnverbindung über
         den Storstrøm bleibt eingleisig.
•        Erforderlicher weiterer Ausbau sowie erforderliche umweltrelevante
         Optimierung der bestehenden Autobahn E 47 zwischen Rødbyhavn
         und Sakskøbing.

Der Ausbau der E 47 zwischen Rødbyhavn und Sakskøbing zur vierspurigen Autobahn wurde bereits Ende 2007 abgeschlossen.

Der Aufwand für die Hinterlandanbindung auf dänischer Seite wird auf 1,1 bis 1,2 Mrd. EUR (Preisstand 2008) geschätzt und wird auf die gleiche Art und Weise finanziert, wie die feste Querung selbst.

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